Alle Religionen und Kulturen kennen das Fasten und die Fastenzeiten, nicht nur das Judentum, die islamische Tradition und das christliche Leben. Fasten gehört zum Menschheitsgut. Leider haben auch viele Christen dieses Gut verloren. Das Freitagsfasten und das Mittwochsfasten, die strengen Fasttage Karfreitag und Aschermittwoch, das Fasten vor großen Ereignissen und Lebensentscheidungen, wie Weihe, Trauung oder Firmung, das Adventfasten und das Fasten in den 40 Tagen vor Ostern.
Fastenzeiten bereiten auf Festzeiten vor, aber sie sind nicht nur religiös motiviert. Fasten ist auch gesund. Ganze Branchen wissen das und verdienen damit viel Geld. Körperliche Verrenkungen, Fastentees und Fastenmenüs, asiatische Fasten- und Gesundheitspraktiken gehen wirklich ins Geld. Fasten kann sehr teuer kommen, für manche ist es zu einem Sondersport geworden, gepaart mit Gewichtsreduzierung, Diät und Schlankheitskuren. Die Waage ist ein Fasteninstrument. Dabei ist Fasten für uns Christen heilsam, heilig, gesund für Seele und Leib: Es macht offen für Gott, es konzentriert das Leben auf das Lebenswichtige, es macht achtsam für die Menschen und bereit, mich anzunehmen mit allem, was mich ausmacht, auch mit meinen Sünden und mit meinen Verkrümmungen. Offenheit, Weite, Gebet, Verzicht und gute Werke gehören zum Fasten.
Jesus hat vierzig Tage in der Wüste gefastet, das Volk Gottes war vierzig Jahre in der Knechtschaft. Übrigens, an den Fastensonntagen und an den großen kirchlichen Festen innerhalb dieser 40 Tage wird nicht gefastet und der Verzicht auf alkoholische Getränke oder Fleisch ist nicht unbedingt ein Fasten. Und somit macht Fasten nicht grantig, gereizt oder arm, es schränkt nicht ein, sondern macht frei von Egoismus, Sucht, Untreue, Verbitterung. Es macht frei für das wirkliche Leben und für Gott.
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